I DON’T CARE ABOUT COOKIES – Eine Browsererweiterung

In diesem Beitrag erfahren Sie auch, wie eine Browser-Erweiterung hilft und lästige Cookie-Warnungen von fast allen Websites automatisch entfernt. Tausende unnötiger Klicks bleiben Ihnen erspart!

Das zu lesen macht keinen Spaß? Dann gleich zum Video.

Dann schauen Sie gleich hier in das Video zur Installation der Browsererweiterung „I Don´t care about cookies.

 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Sie werden mit der Zeit blind für die echte Datenabzocke.

Der Cookie-Hinweis wird als lästig empfunden und schnell mit Zustimmung angeklickt, wenn der Hinweis entsprechend geschickt gestaltet wurde, oder einfach nur im Weg ist. Liest doch niemand mehr. Leider, denn wenn es wirklich um Ihre Daten geht, klicken Sie genauso weg. Es findet durch diese unsinnigen Maßnahmen keine Aufklärung statt, sondern stellt eine Störung dar, die Blind macht für das was wirklich wichtig ist.

Was steht im Gesetz?

Alles hier zu zitieren, halte ich für überflüssig und sprengt den Beitrag. Nur so viel dazu: Webseiten-Betreiber sind verpflichtet, den Benutzer (also Sie vor dem PC/Laptop) darüber zu informieren, welche personenbezogenen Daten verarbeitet werden, auf welcher Rechtsgrundlage das geschieht und für welche Zwecke dies erfolgt und für wie lange die Daten gespeichert werden. Eine Ermittlung dieser Daten ist nur zulässig, wenn der Nutzer seine Einwilligung dazu erteilt hat.

Meine persönliche Meinung und Behauptung

Dieser Cookie-Hinweis ist mit Abstand die unsinnigste Regel der DSGVO. Noch blödsinniger als die Corona-App, die auch dem Datenschutz zum Opfer fiel und zu einem unnützen zahnlosen Tiger mutierte.

Sogar schon die CSU in Bayern erkennt, wie ich Anfang Januar 2021 in einem Newsticker las, wie unsinnig der Cookie-Banner ist. Die Überschrift lautete: „CSU will Cookie-Abfrage abschaffen“.

Dieser Artikel war für mich Grund genug, über die unsinnige Cookie-Regelung zu schreiben.

Klärt mich ein Cookie-Banner auf?

Es heiß „Diese Webseite verwendet Cookies, um Dein/Ihr Benutzererlebnis zu optimieren. Durch die Benutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden“.

Aha, ach so, na toll.

Werde ich darüber aufgeklärt welche personenbezogenen Daten übermittelt und verarbeitet werden? Nur hintergründig, denn die Einzelheiten zu den erhobenen Daten können Sie sich aus der Datenschutzerklärung selber herausziehen. Sie sollen gefälligst seitenweise lesen, bevor Sie weiter auf der Website surfen. Seiten über Seiten…

Ich bin genervt, weil ich das nicht lesen will. Ich will surfen, Infos einholen, wie komme ich an einen Termin für die Corona-Impfung. Das ist jetzt wichtig für mich. Ich klicke auf Okay, damit die Cookie-Box endlich verschwindet. Und genau darauf wird spekuliert von den Seitenbetreibern.

Verstehen Sie das wirklich? Was denken Sie?

Ich weiß was ein Cookie ist und aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung in der IT-Branche weiß ich auch, wieviel Unfug damit betrieben wird. Aber wie soll ein normaler User ohne tiefere Kenntnisse abschätzen, was mit dem Cookie-Hinweis gemeint ist? Geschweige denn verstehen, wie persönliche Daten genutzt und verarbeitet werden? NULL Aufklärung. Mit den ominösen Cookie-Hinweisen verhält es sich etwa wie folgende Aussage: Mein Gulasch enthält Salz und Pfeffer.

Webseitenbetreiber sind auch ratlos

Teilweise – ich behaupte sogar überwiegend – sind die Cookie-Hinweise falsch angebracht. Da laden die ersten Tracker, ohne dass ich irgendeine Zustimmung dafür gegeben hätte. Mit Ghostery kann man das prüfen. Das ist kinderleicht und kein Hexenwerk. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass wahrscheinlich auch von den Webseitenbetreibern Cookies nicht wirklich verstanden werden. Ich habe dafür Verständnis, denn auch technisch ist das gar nicht so einfach umzusetzen.

Apropos Ghostery

Ich hatte vor längerer Zeit ein Video für den Blog meines Ehemannes gemacht. Über Ghostery und einen anderen Werbeblocker. Wer möchte, schaut sich sich dazu folgendes Video an

Die Gesetzgeber wollen es kompliziert haben

Das ganze Prozedere ist in Etwa zu vergleichen mit der Steuererklärung. Alle stöhnen schon beim Gedanken daran. Kompliziert, oder? Das sollen Sie gar nicht verstehen. Das Argument, dass die Komplexität mehr Gerechtigkeit für den Steuerzahler garantiert, ist ein Hohn und eine Ohrfeige für die meisten Steuerzahler. Genauso verhält es sich mit dem Datenschutz für diejenigen, die zur Umsetzung des Datenschutz-Popanz gezwungen werden. Die Seitenbetreiber. Aber auch die Konsumenten,  die Internet-Nutzer, die das alles nicht mehr verstehen.

Was sind Cookies und was machen die?

Es gibt unzählige, mehr oder weniger unsinnige Erklärungen, die fast alle eines gemeinsam haben. Cookies sind gefährlich, sind schlimm und können dich ausspionieren. Nutzerprofile werden erstellt und Identitäten gestohlen. Vor allem diese Webseite empfehle ich mal zu lesen. Es wird dich erschlagen: https://www.datenschutz.org/

Achtung! Nach dem Lesen werden Sie wahrscheinlich keine Lust mehr auf das Internet haben.

Sind die Cookies nun gefährlich, oder nicht?

Jedenfalls könnte man beim Betreten einer Webseite manchmal den Eindruck gewinnen, dass man den gefährlichsten Ort der Welt betritt.

Was heißt schon gefährlich? Wenn Sie ungefährlich leben möchtest in Bezug auf Ihre Datensicherheit, dann werfen Sie die Kreditkarten fort, bezahlen nur noch mit Bargeld, sammeln keine Payback-Punkte, oder andere Punkte über Rabattkarten. Was glaubst Sie passiert, wenn Sie ein Facebook-Konto starten? Am besten angemeldet bleiben und weitersurfen. Ebenso wie YouTube, wie generell die ganze Google-Familie einschließlich WhatsApp. Die wollen ALLES von Ihnen wissen. Und Sie behaupten auch vollmundig, dass sie früher wissen, ob Ihre Frau schwanger ist oder nicht.

Das ist natürlich eine Marketingaussage, die nicht stimmt.

Aber, als Sie die Facebook-Richtlinien mit einem Häkchen markiert haben„Ja, ich bin einverstanden.“ haben Sie Facebook einen Freifahrtschein gegeben. Im Nachhinein empfehle ich immer weitere Einstellungen vorzunehmen, um die Privatsphäre besser zu schützen. Das Gleiche gilt für deinen Windows-PC/Laptop. Microsoft und Apple sind ebenso neugierig.

Die einfachste Variante ist ein Klick auf „Zustimmen“.

Klick auf Zustimmen und Ruhe ist im Karton. Die Cookies abzulehnen, indem man zu den „Einstellungen“ navigiert, erfordert deutlich mehr Klicks und mehr Nachdenken. Wäre besser, Sie könnten nachdenken. Nachdenken bei jeder Webseite. Schaffen Sie das im Alltag?

Nicht alle Cookies sind „gefährlich“. Wenn sie denn nur nützlich wären für den Nutzer, warum soll man dann extra zustimmen? Ich verstehe diese Aufklärung nicht. Sie ist sinnlos.

Besser wäre ein Banner, der genau auflistet, welche Tracking-Cookies installiert sind. IT-Times machen das. Aber jetzt schauen Sie bitte mal im nächsten Bild, was das für Sie bedeutet.

Sind die Cookies nun gefährlich, oder nicht?

Jedenfalls könnte man beim Betreten einer Webseite manchmal den Eindruck gewinnen, dass man den gefährlichsten Ort der Welt betritt.

Was heißt schon gefährlich? Wenn Sie ungefährlich leben möchtest in Bezug auf Ihre Datensicherheit, dann werfen Sie die Kreditkarten fort, bezahlen nur noch mit Bargeld, sammeln keine Payback-Punkte, oder andere Punkte über Rabattkarten. Was glaubst Sie passiert, wenn Sie ein Facebook-Konto starten? Am besten angemeldet bleiben und weitersurfen. Ebenso wie YouTube, wie generell die ganze Google-Familie einschließlich WhatsApp. Die wollen ALLES von Ihnen wissen. Und Sie behaupten auch vollmundig, dass sie früher wissen, ob Ihre Frau schwanger ist oder nicht.

Das ist natürlich eine Marketingaussage, die nicht stimmt.

Aber, als Sie die Facebook-Richtlinien mit einem Häkchen markiert haben„Ja, ich bin einverstanden.“ haben Sie Facebook einen Freifahrtschein gegeben. Im Nachhinein empfehle ich immer weitere Einstellungen vorzunehmen, um die Privatsphäre besser zu schützen. Das Gleiche gilt für deinen Windows-PC/Laptop. Microsoft und Apple sind ebenso neugierig.

Wer soll das verstehen?

Die Webseite IT-Times ist so ausführlich, dass einem schwindelig wird. Nur wird uns das so fast nie präsentiert. Und ehrlich – würden Sie dann noch surfen wollen?

Wer mag, ruft die Webseite auf: https://www.it-times.de/ und klickt anschließend auf OPTIONEN. Hier mal lesen in den einzelnen Tabs. Sehr vorbildlich. Ist das sinnvoll?

Echter Datenschutz sieht anders aus

Ich lege großen Wert auf Datenschutz – aber doch bitte im Verhältnis bleiben. Wenn Datenschutz, dann so, dass alle verstehen um was es geht, ohne vorher ein IT-Diplom machen zu müssen. Es ist Aufgabe der Regierungen den Datenschutz für alle Bürger und Bürgerinnen so zu gestalten, dass der Datenschutz verständlich ist und alle Beteiligten das umsetzten können – auch ohne IT-Diplom.

Es wurde ein Popanz namens Datenschutz aufgebaut

Wer liest die AGB´s? Wer liest den Microsoft-Vertrag, wenn er das Office-Programm installiert? Seiten über Seiten mit Text in kleinem Schriftgrad. Teilweise so verklausuliert, dass selbst ich kein Wort mehr verstehe. Ich kann es auch nicht ändern, denn ohne Zustimmung kein Office, oder Apple, oder Windows. Erpressung ist das. 

Klarheit, Übersicht, verständliche Sprache nicht nur für den PC-Nutzer, sondern auch für die Webseitenbetreiber, die diese Regeln umsetzen müssen, denn es sind ganz häufig normale Webseitenbetreiber so wie ich, die einen Job machen wollen und nicht monatelang über DSGVO sitzen möchten, um diesen Popanz umzusetzen. Mensch Mann, ich will einfach nur meine Arbeit machen und brauche kein Studium über die DSGVO. Ich habe auch keine Datenschutzabteilung, eine IT-Abteilung und einen IT-Rechtsanwalt. Das wäre den Datenschützern am liebsten. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für ganz bestimmte Berufsgruppen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Zu allem Überfluss schwebt ständig ein DSGVO-Damoklesschwert über unsereiner, Abmahnanwälte und Strafen. Google, Facebook und Co machen wie eh und je weiter. Facebook juckt das nicht, was die Datenschützer wollen. Zuckerberg lacht sich ins Fäustchen. Durch die Hintertüre spähen sie weiter aus. Warum werden sie nicht gezwungen, klare und verständliche Verträge von wenigen Sätzen hervorzubringen, denen bedenkenlos zugestimmt werden kann

Mit den großen Hunden pinkeln wollen, aber das Bein nicht richtig heben können

Es vergeht kaum ein Tag, an denen Facebook, WhatsApp und Google-Kraken keine negativen Schlagzeilen machen. Im September 2020 las ich einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung mit der Headline: „Facebook bringt Abschied aus EU ins Spiel“. Da kommen mir nicht die Tränen, aber ich frage mich schon lange, warum Deutschland nicht eine eigene Plattform ins Leben ruft. Am liebsten wäre ihnen das Internet neu zu programmieren. Datenschutzkonform versteht sich. Ja, dann macht es doch. Liebe EU, fangt an und installiert datenschutzkonforme Internetplattformen, auf denen ein Cookie-Banner überflüssig wird. Facebook jedenfalls wird unsere Daten weiter in ihre Heimat senden, den USA. Ich verstehe das, es ist ein amerikanisches Unternehmen.

Wenn ich damit nicht einverstanden bin, bleibe ich aus Facebook raus, aber meckere nicht dauernd über Google und Co.

Deutschland hat in den letzten 10 Jahren geschlafen und die Digitalisierung versäumt. Wir sind aber die mit der größten Klappe, wenn es um den Datenschutz geht. Selbst andere Länder innerhalb der EU legen den Datenschutz nicht so streng aus wie Deutschland. Aber ist klar. Mit den großen Hunden pinkeln wollen, aber das Bein nicht richtig heben können.

Sind wir noch Herr über unsere eigenen Daten?

Das werde ich in diesem Beitrag nicht erörtern, weil es ein neues Thema ist. Aber Überlegungen sollten wir Bürgerinnen und Bürger anstellen. Wie gehen wir mit unseren Daten um?

Dafür müssen wir informiert sein. Informationen einholen ist keine Bringschuld. Das müssen wir schon selbst erledigen. Sind wir informiert, können wir bessere Entscheidungen treffen.

Das gilt selbstverständlich auch für die Offline-Welt. Fängt beim bequemen, bargeldlosen Bezahlen an und hört mit dem unsinnigen Cent-Sparen über Payback-Karten auf. Für ein paar Cent Ersparnisse verkaufen Sie Ihr wichtigstes Gut. Ihre Daten. Sparen geht anderes.

Ich habe nichts zu verbergen

Spätestens jetzt höre ich an dieser Stelle: Mir doch alles egal. Ich habe nichts zu verlieren und vor allem nichts zu verbergen. Na dann, gib´mir mal die Kreditkartenummer und am besten auch die gleich den PIN – denn Sie haben nichts zu verbergen.

Abgesehen vom blödsinnigen Spruch nichts verbergen zu müssen, verstehe ich in diesem Zusammenhang erst recht nicht, warum so oft von den PC-Nutzern mit zweierlei Maß gemessen wird. Auf der einen Seite wird nach Datenschutz laut gerufen und die Empörung ist groß, wenn etwas schiefgelaufen ist. Anderseits geben Sie bereitwillig Ihre Daten her. 

Fazit

Der Datenschutz á la DSGVO aus der EU ist ein Popanz. Mehr Sicherheit wäre gewährleistet, wenn Vertragswerke der großen Internetplattformen verständlich und übersichtlich den Nutzer aufklärten, was mit seinen Daten geschieht. Hat der Nutzer das verstanden, kann er qualifiziert abschätzen welches Risiko er eingeht und unterschreibt als mündiger Bürger. Wir sind schon lange gläsern. Da nützt auch die DSGVO nichts, oder irgendwelche blödsinnigen Cookie-Banner. Der Cookie-Banner ist so zu verstehen, als wenn Sie sich vor jeder Autofahrt erst einmal darüber belehren lassen müssen, welches hohe Verkehrsrisiko Sie eingehen.

Zu allem Überfluss bedienen wir durch die EU-Datenschutzbehörden mit der Zwangsmaßnahme „Cookie-Banner“ ein hervorragendes Instrument zur Desensibilisierung. Wie beim Heuschnupfen.

Die Dosis macht das Gift. Die Cookie-Banner sind eindeutig überdosiert. Das Gegenmittel gegen diese Überdosierung ist ein automatischer Neutralisierer in Form eines Browser-Addons „I don´t care about Cookies“. 

Alles Gute. Bleiben Sie stark im Internet.

Ihre

Barbara Wrana

Das könnte Sie auch interessieren

50 Jahre Internet

50 Jahre Internet

50 Jahre Internet Wie alles begann Am 29. Oktober 1969 verschickten der Wissenschaftler Leonard Kleinrock und sein Team die allererste Nachricht im Netz....

mehr lesen

Navigation

Barbara Wrana - windows-online-kurse

Infos

zu aktuellen PC-Entwicklungen, PC-Sicherheit, Hilfe-Videos und PC-Tipps

Vielen Dank. Bitte E-Mail Adresse im Postfach bestätigen...